10.November 2011 - Jugendkapelle südlicher Landkreis

Kräfte bündeln, damit alle Profitieren

Jugendkapelle: Lange war im Amorbacher Raum kaum Nachwuchs zu sehen, heute machen 70 Kinder gemeinsam Musik


Amorbach Viele Jahre hatten die Musikvereine rund um Amorbach und auch die Stadt selbst große Probleme, Kinder und Jugendliche für den Verein zu begeistern. Heute stehen fast 70 Kinder als Jungmusiker zur Verfügung. Die Kooperation von vier Musikvereinen hat es möglich gemacht.

Fast 70 Kinder aus vier Musikvereinen sind unter dem Dach der Kinder- und Jugendkapelle südlicher Landkreis zusammengefasst. Hier probt die Jugendkapelle unter Leitung von Susanne Hock in Amorbach. Die Kinderkapelle hat ihren Übungsabend in Schneeberg. Foto: Ali Kale
Wegen der fehlenden Jugendlichen seien einzelne Schüler ausgebildet worden, vornehmlich durch die Dirigenten. Es sei schwierig gewesen, die Kinder bei den Erwachsenen zu integrieren. »Bei der Auswahl des Repertoires müssen wir das Niveau den Fähigkeiten anpassen. Das geht unter Kindern auf dem gleichen Ausbildungsstand besser als zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen«, erklärt der Dirigent.
Vereinsvorsitzender Herbert Schwing berichtet von einer Werbeaktion, die die Amorbacher 2005 starteten, um eine umfassende Jugendarbeit zu ermöglichen. An deren Ende begannen zehn Kinder in Zusammenarbeit mit der Musikschule Walldürn Musik zu spielen.
Bereits im Jahr drauf wurde eine Jugendkapelle gegründet: Acht Kinder aus Amorbach, sieben aus Reicharthausen und ein Kind aus Walldürn kamen regelmäßig zusammen, um zu musizieren. »Ein einzelnes Kind hat deutlich weniger Motivation zu lernen und zu üben, als ein Kind in einer Gruppe. Da wollen die Kinder sich in nichts nachstehen und das Gemeinschaftserlebnis macht auch mehr Spaß«, weiß Morawetz.
Als 2007 noch einmal zehn weitere kinder dazukamen, reifte im Verein der Entschluss, die Nachwuchsausbildung im Odenwälder Raum zu koordinieren. »Wir wollten auch den Kindern der Nachbarkommunen die Möglichkeit einer umfassenden Musikausbildung bieten«, so Schwing.
Die Kinder sollen in der Jugend- oder Kinderkapelle südlicher Landkreis ihre Instrumente erlernen, gemeinsam musizieren und später in den Kapellen der Erwachsenen mitspielen. »Ziel ist natürlich, dass die Kinder hier zentral ausgebildet werden. Später sollen sie aber in die Kapellen ihrer Heimatortschaft integriert werden«, erklärt der Amorbacher Vereinsvorsitzende Herbert Schwing.
So können die Kapellen aus Amorbach, Schneeberg, Watterbach-Breitenbuch und Reichartshausen-Neudorf darauf hoffen, dass einige der inzwischen knapp 70 Kinder und Jugendlichen künftig dafür sorgen werden, dass die Kapellen ordentlich besetzt werden.
»Wir haben eine Art musikalisches Zentrum im Odenwald geschaffen. Neben den Vereinen profitieren vor allem die Kinder und Familien von dem Angebot«, so Schwing.
Aber auch die Kommunen profitieren von der Zusammenarbeit: War es etwa wegen der Uhrzeit früher schwierig den Martinsumzug zu organisieren, weil viele der Erwachsenen noch auf der Arbeit waren, übernimmt in diesem Jahr der Nachwuchs diese Aufgabe. Ali Kale
10.11.2011-Boote vom Untermain



08.Oktober 2011 - Ehren- und Oktoberfestabend

Jugendkapelle sichert Zukunft

Ehrenabend: Vorsitzender der Stadtkapelle Amorbach zeichnet aktive Musiker und langjährige Mitglieder aus

Amorbach Bei einem Ehren- und Oktoberfestabend hat der Musikverein Stadtkapelle am Samstag im Pfarrheim langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Vorsitzender Herbert Schwing sagte, die Anerkennung durch den Verein sei verdient, denn die Mitglieder hätten die den Verein durch ihre Unterstützung am Leben erhalten.

Für 25 und 40 Jahre Mitgliedschaft beim Musikverein Amorbach sind diese Frauen und Männer am Samstag beim Oktoberfestabend im Pfarrheim St. Benedikt ausgezeichnet worden.
Sie musizieren seit einem halben Jahrhundert bei der Stadtkapelle Amorbach (von links): stellvertretender Vorsitzender Hubertus Herkert, Otto Behringer, Gerhard Bauer, Klaus Beger, Rudi Brußler und Vorsitzender Herbert Schwing.
Foto: Franz Miltenberger
Besonders ging Schwing auf die erfolgreiche Jugendarbeit der Stadtkapelle ein. So habe man im Jahr 2004 erfolgreich eine große Jugendwerbeaktion zusammen mit der Musikschule Walldürn gestartet.
2006 sei eine Jugendkapelle mit acht Kindern aus Amorbach, sieben aus Reichartshausen und einem aus Walldürn gegründet worden. 2007 kamen weitere zehn Kinder dazu, 2008 wurde die Jugendkapelle südlicher Landkreis mit 25 Jugendlichen aus Amorbach, Reichartshausen und Schneeberg ins Leben gerufen, es folgte eine Kinderkapelle mit 21 Spielern aus Amorbach, Schneeberg, Watterbach und Breitenbuch.
Die Ausbildung teilten sich Hubert Morawetz, Christian Gerling, Susanne Hock und Petra Stühler. In den vergangenen Jahren schafften auch schon einige Jugendliche den Sprung in die Stadtkapelle. Inzwischen ist die Jugend auch fester Bestandteil des traditionellen Frühjahrskonzertes. »Wir haben uns vor Jahren auf die Fahne geschrieben: Jugend ist Zukunft. Das haben wir erfolgreich praktiziert«, sagte ein zufriedener Vorsitzender Herbert Schwing. Deshalb wolle man an diesem Abend einfach Danke sagen, weil dies nur mit der Unterstützung der Mitglieder gelang.
Die Stadtkapelle sorgte für einen stimmungsvollen musikalischen Abend, bei dem sich Hubert Morawetz, der Leiter der Stadtkapelle, auch als Conférencier, Gesangs- und Trompetensolist hervortat. Polkas, Märsche und Walzer wurden intoniert und besonders der vom ehemaligen Dirigenten Anton Wodicka geschaffene Marsch »Gruß an Amorbach« begeistert gefeiert. Franz Miltenberger

10.10.2011-Boote vom Untermain
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01.05.2011 - Wertungsspielen der Jugendkapelle
- herausragende Leistungen -

Mit Bravour hat die Jugendkapelle des südlichen Landkreises am 04. Juni 2011 den zweiten Platz beim Jugendkulturpreis in Erlenbach gewonnen. In ihrer Altersklasse erreichte sie sogar den ersten Platz.
Bei den vorgetragenen Stücken "Auf zum Start" und "Queenspark Melody" gab es aus Sicht der Jury nichts zu beanstanden. 

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30.April 2011 - Frühjahrskonzert

Die Junioren mischen kräftig mit 

Blasmusik: Stadtkapelle präsentiert mit vier Gruppen ihr Frühjahrskonzert in der voll besetzten Grundschulaula

Amorbach Amorbacher Blasmusik hat eine gute Tradition. Ihre Anfänge gehen auf beinahe zwei Jahrhunderte zurück. Das 33. Frühjahrskonzert am Samstag ist lediglich ein Meilenstein, ein Teil lebendiger, regionaler Musikgeschichte. Diesmal bestritten drei Ensembles das traditionelle Treffen in der vollen Aula der hiesigen Grundschule.

Die Kinderkapelle unter der Leitung von Petra Stühler war zum ersten Mal beim Amorbacher Frühjahrskonzert dabei.
Die Amorbacher Stadtkapelle hatte gleich zweifachen Nachwuchs mitgebracht: die Kinder- und die Jugendkapelle mit jeweils 38 ehrgeizigen Jungmusikerinnen und Jungmusikern. Der Jüngste von ihnen ist sieben Jahre, wie Hubert Morawitz als Moderator schmunzelnd verriet.
Dirigentin Petra Stühler bot mit ihren Kleinen ein recht anspruchsvolles Programm, das bis auf kleine Intonationsschwankungen herzlichen Beifall bei der Zuhörerschaft auslöste. Zur Aufführung gelangten immerhin der »Gallant March« und Filmmelodien aus »Forrest Gump«, der forsche, klangvolle »American Spirit March« (John Higgins) und das traditionelle »Amazing Grace« von Paul Lavander. Schon da verspürte der Konzertbesucher Energie und Begeisterung.
Hoher Leistungsstand
Die von Susanne Hock energisch geleitete und souverän moderierte Jugendkapelle bewies einen ziemlich hohen Leistungsstand, der auch das Niveau der einzelnen Stücke bestimmte. Der Marsch »Auf zum Start« (Walter Tuschla), »Bugler’s Holiday«, ein Solo für drei Trompeten (Sebastian Herkert, Dominik Höfling, Fabian Morawetz), die Posaunenduette »Tangoa« von Jan Reinelt und das Vivace von William de Fesch aus dessen Sonate Nr. 8 op. 8 mit Cordula Frey/Florian Schwing, »Queen’s Park«, eine Konzertmusik von Jacob de Haan, die prächtige Polka Nr. 37 (Metodej Praitza) und Filmmelodien aus Winnetou & Old Shatterhand waren Beweis genug.
Zwischendurch verlieh Vereinsvorsitzender Herbert Schwing Ehrenurkunden über die bestandene D 1 - Prüfung, das ehemalige Leistungsabzeichen in Bronze, an Dominik Wallerer, Andrei Weber, Frank Wirl und Timo Imhof. Hannah Haas fehlte.
Der angekündigte Auftritt der 40-köpfigen Amorbacher Stadtkapelle unter Hubert Morawetz hielt, was er versprach. Die Polka »Grüß Gott«von Michael Seufert war eine glänzende Visitenkarte für Homogenität, Einsatz und Tonqualität. Der »Astronautenmarsch« (Joseph Ulrich) klang mehr als zackig, und der Liebessong der berühmten Sängerin Jennifer Rush beeindruckte das Auditorium spürbar.
Beifall für Solo
Dominik Höfling gab am Soloflügelhorn eine gute Figur ab. Voll Applaus und beifallumbrandet kam Franz von Suppés Medley »Im Zauberwald« über seine köstlichen Operetten beim Publikum an.
Das wilde Schlagzeug - Trio »Der tolle Max« mit Lukas Treiber, Marcel Trabold und Daniel Morawetz fand ebenfalls zahlreiche Verehrer, nicht weniger die herrliche Rockballade »Music« von John Miles. Gab es einen passenderen Schluss als »Alte Kameraden Swing« und des »Großen Kurfürsten Reitermarsch«. Die Moderation der Stadtkapelle übernahm Annabell Bauer. Wolfgang Tulaszewsky
03.05.2011-Boote vom Untermain
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21.Januar 2011 - Florian Schwing bei Jugend musiziert


Erfolgreiche Premiere bei Jugend musiziert

Beim diesjährigen Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ an der Hochschule für Musik Würzburg nahmen die beiden Jungmusiker Cordula Frey (Posaune, Musikverein Wenschdorf-Monbrunn) und Florian Schwing (Posaune, Stadtkapelle Amorbach) erstmals teil. Mit einem anspruchsvollen Vortragsprogramm konnten sie die Jury von ihrer Musikalität überzeugen und wurden mit einem verdienten 2. Rang belohnt.

Ihren ersten gemeinsamen Auftritt als Duett eröffneten sie gefühlvoll mit dem Largo aus der Sonata op. 8 Nr. 8 von Wiliam de Fesch und schlossen das schwungvolle Vivace an. Es gelang dem Duo dabei hervorragend die verschiedenen Stimmungen der Werke zu interpretieren. Aus der Sonate in B-Dur von W.A. Mozart brachten sie das Andante und Allegro zu Gehör. Schwing und Frey vollendeten ihr Programm mit dem Werk „Tangoa“ des zeitgenössischen Komponisten Jan Reinelt und ließen der Jury ihre Spielfreude spüren.

Um die monatelange Vorbereitung nicht mit dem Wettbewerb enden zu lassen, wird das Posaunenduo mit 2 Werken auch auf dem Jahreskonzert der Stadtkapelle Amorbach zu hören sein. Der Musikverein Wenschdorf-Monbrunn hat ein Solostück für Posaune, vorgetragen von Cordula Frey und Florian Schwing, in das diesjährige Konzertprogramm aufgenommen.

Beide Musiker werden von Diplommusiklehrerin Susanne Hock unterrichtet. Sie hat das Duo auf den Wettbewerb vorbereitet.




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